
Südöstlicher Weg - Silberweg
Temporary Albergues for the summer 2010
Von Andalusien und Extremadura kommend, erreicht man Galicien über die Portelas do Padornelo und A Canda und passiert dann den nördlichen Sektor von Monterrei und A Limia bis nach Ourense. In dieser Stadt führen der Silberweg und einige der protugiesischen Wege, die nach Galicien über die Täler A Limia und O Tamega kommen, zusammen. Diesen Weg kennt man, im letzten Stück, unter dem Namen Ourensano-Weg.
Der Verlauf des Silberweges ist eng verknüpft mit dem traditionellen Weg von Mérida nach Astorga über Salamanca und die Städte von Extremadura, welcher schon in der römischen Epoche dokumentiert wurde. Eigentlich wird der Name Silberweg in etwas verwirrender Weise auf das Ensemble der Achse Sevilla – Léon angewandt. Neben der römischen Vergangenheit bietet der Silberweg andere historische Werte: Man benutzte diesen als Handelsroute für das amerikanische Silber, das im Hafen von Sevilla eintraf. Daher handelte es sich um einen sehr wichtigen Handelspfad. Zudem diente er im Mittelalter als Verlängerung des Reiseweges Galicia – León in Richtung Süden, hauptsächlich in der zweiten Hälfe des 7. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts, in den Zeiten von Fernán II und Alfonso IX, als sich das moderne Bild der leonischen Extremdura prägte – die Außenseite oder Grenze des Königreiches.
Von einem jakobischen Gesichtspunkt aus hat die Silberroute in den letzten Jahren an Wichtigkeit wiedergewonnen. Die andere Möglichkeit auf den traditionellen Silberweg über die Extremadura und Salamanca zu kommen, ergibt sich, anstatt sich von Zamora aus diekt nach Galicien über A Seabra – die traditionelle galizische Bezeichnung für das heutige Sanabria, zu wenden, bis nach Benavente und Astorga weiter zu gehen und von dort anzuknüpfen an den Französischen Weg.
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