Obwohl der Jakobsweg ursprünglich seinem Wesen nach religiösen Charakters war, hat er sich heute, dank seiner kulturellen und landschaftlichen Eigenheiten, zu einem Pfad der Begegnung der verschiedenen Menschen und Kulturen entwickelt - was den Europarat dazu gebracht hat, diesen betagten Weg als "Primer Itinerario Cultural Europeo" („erste kulturelle europäische Reiseroute“) auszuzeichnen und ihn als Pfad der Kunst und Spiritualität zu gestalten.Es gibt verschiedene Pilgerrouten um nach Santiago zu kommen, aber der Weg an sich war in diesem Fall nicht das urtümliche Ziel, sondern nur das Mittel, um zum eigentlichen Zielort zu gelangen: dem Grab des hl. Santiago.
Offiziell anerkannte Pilgerrouten:
- Französischer Weg: ist heutzutage die bekannteste und am meisten frequentierte Route; sie mündet bei Roncesvalles in die Iberische Halbinsel und, den Norden durchquerend, führt sie bei O Cebreiro nach Galicien.
- Nördlicher Weg: leitet an der Küste entlang und führt über Ribadeo nach Galicien.
- Ursprünglicher Weg: führt den Pilger über Oviedo nach Santiago.
- Englischer Weg: bekannt als solcher durch den Einfluss der angelsächsichen Pilger, die über das Meer reisten; der Weg gelangt dann nach A Coruña oder Ferrol um sich von dort aus zu Fuss nach Santiago fortzusetzen.
- Portugiesischer Weg: führt durch Portugal, bis er bei Tui nach Galicien schwenkt.
- Südöstlicher Weg - Silberweg: beginnt in Sevilla, Mérida, Zamora und kommt über die Provinz Ourense nach Galicien.







Die Skulptur des Apostels befindet sich auf Hauptaltar der Kathedrale. Nach der Umarmung der Figur, dem speziellen zeremoniellen Ablauf folgend, steigt man direkt zum Grab hinab.
Die "Heilige Pforte" befindet sich hinter dem Hauptaltar (Altar Mayor) zwischen den beiden Kapellenschiffen Salvador und Virgen de la Azucena (vorher Petrus geweiht). Sie wird zu jedem Heiligen Jahr geöffnet, sprich, wenn der 25 Juli auf einen Sonntag fällt. Die Pilger betreten die Kathedrale dann direkt über dieses Tor, von dem Praza da Quintana her.


